Zum Inhalt springen (Alt+0)

Seitenbereiche:


Inhalt

Dr. Erwin Pröll wurde Ehrenbürger

Dr. Erwin Pröll wurde die Ehrenbürgerschaft der Stadt St. Pölten verliehen.

Bei einem Festakt im St. Pöltner Rathaus verlieh Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, im Beisein zahlreicher geladener Ehrengäste die Ehrenbürgerschaft an Landeshauptmann a. D. Dr. Erwin Pröll.

Die Ehrenbürgerschaft ist die höchste Auszeichnung, welche die niederösterreichische Landeshauptstadt zu vergeben hat. Sie wird nur an Personen verliehen, die sich in wirklich außergewöhnlicher Weise um St. Pölten verdient gemacht haben. Seit 1950 ist Dr. Erwin Pröll erst die 17. Persönlichkeit, die in den Kreis der Ehrenbürger aufgenommen wurde.


Verdienstvolles Wirken
Erwin Pröll war Landeshauptmann-Stellvertreter vom 22. Jänner 1981 bis zum 21. Oktober 1992 und Landeshauptmann vom 22. Oktober 1992 bis 19. April 2017. Den Spatenstich für den Bau des Regierungsviertels nahm noch Landeshauptmann Siegfried Ludwig vor. Die Umsetzung des Projektes und die Eröffnung wurden vom nunmehrigen St. Pöltner Ehrenbürger vorgenommen. Immerhin war das Regierungsviertel die größte Hochbaustelle in Europa und viele bedeutende Architekten der Gegenwart haben hier mitgewirkt. Stadler hob hervor, dass all dies ohne Kostenüberschreitung, zeitgerecht und ohne nennenswerte Probleme über die Bühne ging.
Mit diesem Projekt habe Pröll, so Stadler, schon zu Beginn seiner Amtszeit als Landeshauptmann die ersten „St. Pöltner Lorbeeren“ eingeheimst.
In der Folge übersiedelten zahlreiche Institutionen und Einrichtungen in die Landeshauptstadt. Im Bereich der Mobilität setzte sich Pröll für den Umbau des Hauptbahnhofes, die Errichtung der Hochleistungsstrecke zwischen Linz und Wien, für den Erhalt der Mariazellerbahn, für den Ausbau des LUP-Stadtbussystems, im Straßenbau unter anderem für die S34 und die neue Traisenbrücke zur Umsetzung der Kerntangente Nord in der Landeshauptstadt, ein.
Die Errichtung des Fußballstadions und der Eishalle fallen ebenfalls in die Ära Prölls.
In seiner Amtszeit erfolgte die Eingliederung des St. Pöltner Spitals in die Landesklinken-Holding und eine kontinuierliche Weiterentwicklung sowie ein steter Ausbau der Klinik. Meilensteine waren unter anderem das Haus M, das Haus B und die neue Blutbank. Heute verfügt St. Pölten mit dem Haus C über eine der größten und modernsten Universitätskliniken Österreichs. St. Pölten ist dadurch das Gesundheitszentrum Niederösterreichs.
Der neue Ehrenbürger engagierte sich auch besonders im Bildungsbereich wobei hier der Neubau der Fachhochschule und die Vorbereitungen für den weiteren Ausbau, die Zusammenarbeit bei den Pflichtschulen und Kindergärten hervorzuheben sind.


Handschlagqualität und Visionär
Stadler betont in seiner Festrede, dass die Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg sehr gut funktioniert habe: „Wir waren in vielen politischen Fragen nicht immer einer Meinung. Es ist uns aber über die Parteigrenzen hinweg gelungen auf sachlicher Ebene einen Konsens zu finden und gute Entscheidungen für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und des Landes zu treffen. Pröll war in seiner Funktion geradlinig, da wusste man immer, wie man dran ist. Seine bekannte Handschlagqualität hat er auch in Belangen der Landeshauptstadt immer wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Einmal getroffene Vereinbarungen haben immer gehalten. Pröll verstand es in seiner politischen Laufbahn geschickt die Fäden zu ziehen und seine Visionen konsequent umzusetzen. All das zusammen hat zu einem guten Arbeitsverhältnis geführt und so konnte viel erreicht werden.“


Pröll dankt für die Zusammenarbeit
"Die Ehrenbürgerschaft der Landeshauptstadt St. Pölten ist für mich ein ganz besondere, weil es die höchste Auszeichnung der Stadt ist, die nur ganz selten vergeben wird. Das freut und ehrt mich und erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Ich sehe die Auszeichnung als Ausdruck der engen und guten Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land. Denn alles, was an Erfolgen erreicht wurde, war nur durch den Schulterschluss möglich. So wie sich Niederösterreich zu einer erfolgreichen Region entwickelt hat, so hat St. Pölten die Chance, die sich durch die Hauptstadtwerdung aufgetan hat, hervorragend genutzt. Zusammenarbeit über Parteigrenzen ist aber keine Selbstverständlichkeit, sondern braucht Menschen, die das gemeinsame Ganze über Parteigrenzen hinweg nicht aus dem Auge verlieren. Ich danke Bürgermeister Matthias Stadler für das persönliche Vertrauensverhältnis zwischen ihm und mir. Wir haben gut zusammengearbeitet und uns ausgezeichnet verstanden. Ein solches Vertrauen ist wichtig, denn nur wenn eine persönliche Gesprächsebene vorhanden ist, dann sind auch gemeinsame Lösungen möglich“, sagte der neue Ehrenbürger der Landeshauptstadt St. Pölten Dr. Erwin Pröll in seinen Dankesworten.


St. Pöltner Ehrenbürger:
Willi GRUBER, Bürgermeister a.D. (2004)
Ernst HÖGER, LHStv. (1992)
Franz JONAS, Bundespräsident (1969)
DDr. Franz KÖNIG (1978)
Dr. Bruno KREISKY, Bundeskanzler a.D. (1978)
KR Rudolf LEINER (2001)
HR Mag. Siegfried LUDWIG, LH i.R. (1992)
Michael MEMELAUER, Bischof (1957)
Dr. Hugo PORTISCH (2016)
Dr. Erwin PRÖLL (2018)
Ing. DDr.h.c. Julius RAAB, Bundeskanzler (1955)
Dr. Karl RENNER, Bundespräsident (1950)
Dr. Adolf SCHÄRF, Vizekanzler (1955)
Hans SCHICKELGRUBER, Bürgermeister a.D. (1985)
Rudolf SINGER, Bürgermeister a.D. (1974)
Friedrich SOMMER, Branddirektor (1952)
MR Dr. Wilhelm STEINGÖTTER, Bürgermeister a.D. (1960)