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Equal Pay Day – Tag der Lohngerechtigkeit

Frauen verdienen weniger als Männer. Das zeigt der Equal Pay Day auch heuer wieder eindrücklich.

Die Frauenplattform St. Pölten nimmt dieses Thema, in Kooperation mit dem Frauenausschuss des Österreichischen Städtebundes, zum Anlass für eine öffentliche Aktion: Am 6. Oktober von 10.00 – 11.30 Uhr gibt es am Herrenplatz umfangreiche Informationen zum Thema und spannende Überraschungen zum Mitnehmen.

Am 9. Oktober haben vollzeitbeschäftigte Männer in Niederösterreich - österreichweit am 11. Oktober - bereits jenes Einkommen erreicht, für welches vollzeitbeschäftigte Frauen noch bis zum 31. Dezember arbeiten müssen. Damit arbeiten Frauen im Schnitt fast drei Monate im Jahr ohne Einkommen.


Dramatische Entwicklung der Teilzeitbeschäftigung
Die Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeit ist zweischneidig. Positiv ist die Entwicklung der Erwerbsbeteiligung: Die Frauenbeschäftigungsquote ist von 1994 bis 2015 von 59% auf beachtliche 67 % gestiegen. Allerdings entfiel diese Steigerung fast ausschließlich auf Teilzeitbeschäftigung. Die Teilzeitquote (unselbständig Beschäftigte) ist daher im selben Zeitraum von 26 % auf 48 % geklettert.
Ein zentraler Grund für den starken Teilzeittrend ist die ungleiche Verteilung unbezahlter Arbeit zwischen Frauen und Männern, vor allem, wenn Kinder im Haushalt sind. Nach der Geburt eines Kindes sind es nach wie vor in der Regel die Frauen, die ihre Erwerbstätigkeit (zeitweise) aufgeben bzw. (meist längerfristig) einschränken, um die damit verbundene Sorgearbeit übernehmen zu können. Und trotz positiver Veränderungen in den letzten Jahren gibt es auch beim Kinderbetreuungs- und -bildungsangebot noch große Lücken (Quelle: Statistik Austria).


Noch immer geringe Väterbeteiligung
Väter, die sich spürbar an Kinderbetreuung und Hausarbeit beteiligen, sind nach wie vor rar. Bei Männern hat die Elternschaft den gegenteiligen Einfluss auf die Erwerbstätigkeit wie bei den Frauen: Sie sind häufig mehr beschäftigt als Männer ohne Kinder - nicht zuletzt, um das fehlende oder geringere Einkommen der Partnerin zu kompensieren.

Aktionen zum Equal Pay Day wird es österreichweit geben, dabei steht heuer die Ungleichverteilung von unbezahlter Hausarbeit und Pflege im Vordergrund des Aktionstags.


Kontakt
Mag.a Martina Eigelsreiter
Büro für Diversität
Tel.: (+43 2742) 333-2035
diversitaet@st-poelten.gv.at